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Willst du deinen Schülern oder Kindern ein Experiment zeigen, dass Spaß macht und effektiv, aber zugleich ungefährlich und anschließend leicht aufzuräumen ist? Mit etwas Milch und Essig kannst du innerhalb von nur ein paar Minuten eine plastikähnliche Substanz herstellen. Das Experiment ist absolut sicher und wenn das Plastik fertig ist, kannst du alles Mögliche daraus herstellen.

Teil 1
Teil 1 von 2:

Das „Plastik“ herstellen

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  1. Für dieses Experiment brauchst du: Ein Glas (240 ml) Milch, vier Esslöffel (60 ml) weißen Essig, einen Kochtopf oder eine Mikrowellenschüssel, ein Baumwolltuch oder ein Küchensieb, eine Schüssel und Papiertücher. Das Experiment sollte unter Aufsicht eines Erwachsenen durchgeführt werden. Wenn du mehr Plastik herstellen oder das Experiment mehrere Male durchführen willst, brauchst du mehr Milch und Essig. [1]
    • Vollmilch oder Schlagsahne eignen sich besser als 1%ige oder 2%ige Milch.
    • Anstelle des Baumwolltuchs kannst du auch ein altes T-Shirt benutzen.
    • Die Flüssigkeit muss erhitzt werden und sollte daher von einer erwachsenen Person überwacht werden.
  2. Miss ein Glas (240 ml) Milch ab. Für das Experiment kannst du die Milch entweder in der Mikrowelle oder auf einem Herd wärmen. Wenn du die Mikrowelle benutzt, achte darauf, dass das Gefäß mikrowellengeeignet ist. Wenn du hingegen die Milch auf dem Herd wärmen willst, fülle die angegebene Menge Milch in einen Kochtopf. Wärme die Milch bis sie fast aufkocht. [2]
    • Du kannst mit einem Zuckerthermometer prüfen, ob die Milch eine Temperatur von mindestens 49°C erreicht hat. [3]
    • Auf dem Herd solltest du die Milch unter ständigem Rühren erhitzen.
    • Lass dir von einem Erwachsenen helfen.
    • Um die Milch in der Mikrowelle zu wärmen, stelle die Mikrowelle für zwei Minuten auf 50% der maximalen Leistungsstufe ein. Wärme die Milch nach dieser Zeit weiter in 30-Sekunden-Intervallen auf, bis sie heiß ist.
  3. Gieße die angegebene Menge Essig hinzu, solange die Milch noch heiß ist, und mische etwa eine Minute lang. [4] Während des Mischens sollten Klumpen in der Milch entstehen. Falls dies nicht der Fall ist, war die Milch wahrscheinlich nicht heiß genug. Versuche es noch einmal mit heißerer Milch.
    • Milch stockt, wenn sich ihr pH-Wert ändert. Essig enthält Essigsäure, die die Milch saurer macht und dazu führt, dass sich das in der Milch vorhandene Protein Kasein entfaltet und in lange Ketten umorganisiert. [5]
  4. Wenn du zum Filtern ein altes T-Shirt benutzt, wickle das T-Shirt um ein Glas oder eine Schüssel, so dass es die Öffnung bedeckt. Befestige es mit einem Gummiband, damit es nicht verrutscht. Wenn du ein Küchensieb benutzt, setze es einfach auf eine Schüssel auf. Lass die Milch etwas abkühlen, gieße sie auf das Sieb und lass sie anschließend abtropfen. [6]
    • Der flüssige Teil der Milch wird durch das Sieb hindurchsickern, während die Klumpen darauf liegen bleiben.
  5. Wenn du ein Kleidungsstück benutzt, entferne das Gummiband und umhülle den Quark. Drücke den so entstandenen Beutel fest aus, um so viel der Flüssigkeit wie möglich loszuwerden. Wenn du ein Sieb benutzt, nimm die Klumpen mit den Händen oder mit einem Löffel aus dem Sieb heraus und lege sie auf ein Papiertuch.
    • Drücke die Klumpen auf das Papier, um die überschüssige Flüssigkeit loszuwerden.
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Teil 2
Teil 2 von 2:

Das „Plastik“ formen und dekorieren

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  1. Wenn du etwas aus deinem Plastik herstellen möchtest, musst du das innerhalb einer Stunde nach dem Herstellen tun, solange die Klumpen noch weich genug sind, um sie zu formen. Dazu kannst du Plätzchenausstecher, Förmchen, Lebensmittelfarbe, Glitzerpulver und andere Sachen zum Dekorieren benutzen. [7]
    • Wenn du die Sache professionell angehen möchtest, kannst du auch Modellierwerkzeug benutzen.
    • Sobald das Plastik komplett getrocknet ist, kannst du deine Figuren auch mit Farbe oder wasserfesten Stiften bemalen.
  2. Bevor du beginnst, musst du alle Klumpen zu einer teigähnlichen Substanz zusammendrücken. Forme den Teig zu einer Kugel und knete ihn noch ein paar Minuten mit den Fingern durch, bis er sich gut formen lässt. [8]
    • Warte bis die Klumpen komplett abgekühlt sind, bevor du mit der Arbeit beginnst.
  3. Sobald der Teig gut durchgeknetet ist, kannst du ihn ausrollen und mit Plätzchenausstechern Formen ausstechen. Du kannst den Teig auch in Förmchen füllen, um ihn zu gestalten. Löse den Teig aus den Förmchen und lege ihn zum Trocknen beiseite. Du kannst den Teig stattdessen auch wie Ton oder Knete in andere, beliebige Formen gestalten. [9]
    • Bunte Figuren erhältst du, indem du Lebensmittelfarbe unter deinen Teig mischt. Dann musst du anschließend nicht warten, bis das Plastik trocken ist, bevor du es bemalen kannst. Ziehe Handschuhe an, gib etwas Lebensmittelfarbe zum Teig hinzu und knete ihn so lange, bis sich die Farbe regelmäßig mit dem Teig vermischt. Gel-Lebensmittelfarbe eignet sich besser dazu als flüssige Farbe.
  4. Rolle den Teig zu kleinen Kügelchen und stich mit einem Strohhalm ein Loch durch die Mitte von jeder Kugel. So erhältst du Kügelchen, die du anschließend zu einer Halskette oder einem Armband aufreihen kannst. Wenn du die Kugeln mit Glitzerpulver bestreust, solange sie nass sind, bleibt das Pulver nach dem Trocknen an ihnen hängen. [10]
    • Lege die Kügelchen zum Trocknen beiseite. Überprüfe nach ein paar Tagen, ob sie komplett trocken sind.
  5. Es dauert ein paar Tage, bis das Plastik komplett getrocknet ist. Wenn du nichts mit dem Plastik vorhast, lass es einfach ein paar Tage lang liegen, bis es trocken ist. Wenn du etwas daraus geformt hast, musst du warten, bis es ganz trocken ist, bevor du es benutzen kannst. [11]
    • Sobald das Plastik trocken ist, kannst du es nach Belieben bemalen oder dekorieren.
  6. Bemale deine Werke beliebig mit Malfarben oder Permanentschreibern. Das Plastik muss komplett trocken sein, bevor du es färben oder mit Permanentschreibern bemalen kannst. [12]
    • Sobald die Farben getrocknet sind, kannst du deine Werke in Schmuck umgestalten oder mit ihnen spielen!
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Warnungen

  • Einige Gegenstände werden heiß sein. Bitte deine Eltern um Hilfe, wenn du ein Kind bist.
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